Brief Ungeborenes an seine Mama

ich wünsche mir von Dir, dass Du jeden Tag Zeit mit mir verbringst, in der Du

mit Deinen Gedanken und Gefühlen ganz bei mir bist. Lege Deine Hand auf Deinen Bauch,

damit ich Dich fühlen kann, schicke mir schöne Gedanken. Ich kann sie nämlich hören.

Lass Dich von Papa,unserer Familie und Deinen Freunden umsorgen, damit es Dir gut geht, denn

ich bekomme alle Deine Gefühle mit. Es ist in Ordnung, wenn Du auch mal nicht so gut drauf bist,

schlechte Laune hast, mal traurig bist oder wütend. Aber bitte achte darauf, dass das nicht oft

vorkommt und es Dir bald wieder besser geht. Dann lerne ich, dass diese Gefühle zum Leben

dazu gehören, aber nicht schlimm sind. Durch die Nabelschnur bekomme ich alle Hormone ab, die

bei Deinen verschiedenen Gefühlen freigesetzt werden. So weiß ich immer, wie es Dir geht.

Hier in Deinem Bauch lerne ich schon ganz viele Sachen und mein Gehirn und mein Körper

bereiten sich auf das Leben außerhalb Deines Körpers vor. Ab der 14. Schwangerschaftswoche

kann ich Berührungen an meiner Haut spüren. Je größer ich werde, desto mehr Berührungen

erfahre ich. Diese tun mir sehr gut. Wenn Du oder Papa eine Hand auf Deinen Bauch legen, kann

ich Kontakt mit Euch aufnehmen und schon mit Euch spielen.

Esse gute Sachen, damit ich gut wachsen kann. Ich trinke das Fruchtwasser und lerne so den

Geschmack Deines Essens kennen. Je mehr Süßes Du isst, desto süßer ist das Fruchtwasser.

Nach der Geburt erkenne ich Dich am Geruch Deiner Muttermilch und suche danach. Hier in

Deinem Bauch höre ich schon eine ganze Menge Geräusche wie Deinen Herzschlag, wie sich Dein

Darm bewegt und ich höre Deine Stimme und kann sie nach der Geburt sofort wieder erkennen.

Ich liebe Musik und an meiner Reaktion kannst Du sofort erkennen, ob ich Deine Musik mag.

Auch Papas Stimme kann ich schon gut erkennen.

 

   
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